Das Waisenhaus

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Das südliche Afrika ist weltweit die Region, die am schlimmsten von den Auswirkungen von HIV und AIDS betroffen ist. Namibia ist eins der fünf Länder mit der weltweit höchsten Ansteckungsrate, und der Caprivi-Streifen ist das Gebiet mit der höchsten Ansteckungsrate landesweit. Geschätzte 34% der Bevölkerung sind mit HIV oder AIDS infiziert. Ein Viertel aller schwangeren Frauen sind HIV-positiv, und die Wahrscheinlichkeit, dass die Neugeborenen die Krankheit von ihren Müttern übernehmen, ist extrem hoch.

Hunderte von Kindern in der Mayana-Retion wachsen ohne ihre Eltern auf. Zwei von ihnen leben derzeit als Teil auf der Familie in der N’Kwazi-Lodge.

Vor einigen Jahren ging das Grundstück neben der N’Kwazi-Lodge in den Besitz unseres Partners Oliver Bohm über, Kopf des Casper X-Change-Programms in Aachen, und im Juli 2005 organisierte er den Aufenthalt einer Pfadfinder-Gruppe aus Stolberg („Rover“), die auf freiwilliger Basis für vier Wochen während ihrer Sommerferien nach Namibia kam, um beim Aufbau von Häusern für Waisenkinder zu helfen. In Zusammenarbeit mit zwei örtlichen Fußballteams gelang es, innerhalb der vier Wochen zwei der insgesamt fünf Häuser fertig zu stellen und einige Installationsarbeiten zu verrichten.

Das Waisenhaus

Der ursprüngliche Plan sah vor, fünf Gebäude mit Wohneinheiten für jeweils acht Jungen oder Mädchen auf dem Gelände zu errichten. Eine Pflegemutter sollte fest dort mit einziehen und die Kinder beaufsichtigen, ihre Hausaufgaben kontrollieren und ihnen als erste Kontaktperson und Ansprechpartnerin rund um die Uhr zur Verfügung stehen.

Derzeit liegt das Waisenprojekt jedoch aufgrund einer Gesetzesänderung der namibischen Regierung auf Eis. Ein neu in Kraft getretenes Gesetz beschäftigt sich konkret mit der Bewältigung der enormen Problematik der AIDS-Waisen im Land.

Jede Familie, die ein Pflegekind in ihrer Familie aufnimmt, bekommt pro Monat 200 N$ von der namibischen Regierung, das für die Deckung der Unterhaltskosten sowie für die Zahlung der Schulgebühren gedacht ist. Dies bietet für die Pflegefamilien einen Anreiz, ihr Familieneinkommen aufzubessern, während sie gleichzeitig noch zum Gemeinwohl in dieser Gegend beitragen.

Wir haben uns entschieden, die Auswirkungen dieses neuen Gesetzes abzuwarten und unsere zukünftigen Aktionen darauf abzustimmen.

Obwohl wir nicht mehr sicher sind, dass wir ein Waisenhaus betreiben werden, liegt uns das Schicksal der Waisenkinder natürlich weiterhin ganz besonders am Herzen.

200 N$ reichen hinten und vorne nicht, um für Unterkunft, Kleidung und Schulgebühren eines Waisenkindes aufzukommen (neben den Schulgebühren stehen auch noch Kosten für Schulbücher, Schreibutensilien usw. an). Daher haben wir ein Projekt gestartet, das mit Beihilfe des Dorfvorstehers die ärmsten Familien in einem Dorf bestimmen und ihnen zusätzliche Hilfe bieten soll. Die Mayana Mpora-Stiftung ist bemüht, Paten zu finden, die sich bereit erklären, eine Familie für jeweils ein Jahr zu unterstützen. Mit ihren Spenden können wir dann einen zusätzlichen Sack Maismehl für die Familie bereitstellen oder zu einer Vergrößerung der Wohnfläche beitragen.

Die Familien stehen unter www.derspecht.de, Stichwort “Waisenprojekt”, im Internet.

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